Boreout – Wenn Langeweile und Unterforderung im Job krank machen …

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Boreout – Wenn Langeweile und Unterforderung im Job krank machen …

Langeweile im Job – gibt es das in unserer heutigen durchoptimierten Arbeitswelt überhaupt?

Alle Welt redet von Burnout und Ausgebranntsein, aber Boreout, Langeweile als Krankmacher?

Ja, das gibt es!

Es gibt Menschen, die Arbeit gut organisieren und ihre Aufgaben schnell und gründlich abarbeiten können, vielleicht eine engagierte Sekretärin oder MitarbeiterInnen haben, die Ihnen viel Arbeit abnehmen. Wenn dann Vieles zur Routine wird und keine neuen Herausforderungen dazukommen, haben diese Menschen plötzlich Zeit, sehr viel Zeit. Sie könnten schon mittags Feierabend machen können, was aber nicht so offen gezeigt werden darf. Was würden die Vorgesetzten, die MitarbeiterInnen oder die KollegInnen denken?

Manchmal ist für diese Menschen ein Ausweg Fortbildungen zu buchen, Fachliteratur zu lesen, heimlich private Dinge während der Arbeitszeit erledigen, häufig zur Toilette gehen oder sich andere unproduktive Arbeiten zu überlegen, nur um nach außen den Anschein von Beschäftigtsein zu vermitteln und die Zeit bis zum Feierabend totzuschlagen. Das ist unheimlich anstrengend! Und diese Menschen entwickeln mit der Zeit das Gefühl, nichts Sinnvolles zu tun bzw. auch nicht wertgeschätzt zu werden, in dem was sie tun, weil keiner sich für ihre Arbeit interessiert und ggf. neue Akzente setzt. Sie leisten Dienst nach Vorschrift und entwickeln häufig raffinierte Strategien, um Beschäftigtsein vorzutäuschen.

Es gibt keine genauen Zahlen, wie viele Menschen unter Boreout leiden. Wie diese Menschen leiden, habe ich in zwei Fällen in meiner Coachingpraxis in Paderborn erlebt.

Da gab es zum Beispiel einen Mann, der praktisch nur als Aushängeschild für das Unternehmen eingekauft wurde. Seine Kompetenzen und seine eigentliche Funktion wurden nie wirklich abgerufen. Denn wenn er das getan hätte, wofür seine Funktion eigentlich gedacht gewesen wäre, hätte er nur unangenehme Arbeit für andere produziert, und das wollte keiner. Nach etlichen Jahren hielt er es nicht mehr aus und vertraute sich mir an.

Dann gab es da ein Frau, die seit Jahren nicht mehr in Projekte der Abteilung einbezogen wurde, keine neuen herausfordernden Aufgaben von ihrem Vorgesetzten mehr bekam und das Gefühl entwickelte, aufs Abstellgleis gestellt zu werden. Der Mut, mal auf den Tisch zu hauen und sich für ihre Interessen einzusetzen, war ihr mittlerweile abhanden gekommen und ihr Selbstwertgefühl war im Keller.

Welche Möglichkeiten haben Menschen, der Boreout-Falle zu entgehen?

Im Wesentlichen sehe ich folgende Möglichkeiten:

  • sich für seine Interessen einsetzen
  • den Sinn in der Arbeit entdecken
  • sich der eigenen Stärken bewusst werden
  • die Einstellung zur Arbeit und den Stellenwert der Arbeit überdenken: Lebe ich, um zu arbeiten oder arbeite ich, um zu leben?
  • kündigen und eine neue Stelle suchen
  • im Extremfall die Berufswahl überdenken und einen anderen Weg einschlagen

 

Durch mein Beratungsangebot in meiner Coaching-Praxis in Paderborn helfe ich Betroffenen in diesen für Sie belastenden Situationen.

Sie sind vielleicht selbst betroffen und wünschen eine Beratung? Dann nehmen Sie Kontakt mit mir auf.

Ihr Reinhard Fukerider

By |2017-03-08T14:11:48+00:0013.März 2015|Aktuelles, Coaching Paderborn|0 Comments

About the Author:

Reinhard Fukerider ist Dipl. Theologe, Coach und Supervisor. Er bietet mit Fukerider Coaching und seinem Institut für Life-Cycle-Coaching seit vielen Jahre vielfältige Coaching-Angebote in Paderborn und darüber hinaus an.