Meine Sicht auf’s Leben

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Meine Sicht auf’s Leben 2017-03-08T14:11:47+00:00
Ich bin überzeugt, dass
  • Weniger oft Mehr ist und kleine Veränderungen im zwischenmenschlichen Bereich große Wirkung zeigen
  • Weniger oft Mehr ist und kleine Veränderungen im zwischen¬menschlichen Bereich große Wirkung zeigen
  • ein „Sowohl – als auch“ der Realität in der Regel näher kommt und mehr bewegt als ein vereinfachendes „Entweder – oder
  • man Menschen durch wertschätzenden Umgang motivieren kann
  • Ernsthaftigkeit, gepaart mit Humor und der Fähigkeit, auch mal über sich selbst zu lachen, Arbeiten und Leben ungemein erleichtern können
  • es sich lohnt, hin und wieder darüber nachzudenken, dass das Leben endlich ist und das letzte Hemd keine Taschen hat, um zu mehr Klarheit, Zufriedenheit und Gelassenheit im Hier und Jetzt zu finden
Life-Cycle-Coaching meint die kurz- bis mittelfristig angelegte Beratung von Menschen, die an unterschiedlichen Stationen ihres Lebens externe Reflexionshilfe und Begleitung benötigen, gleichgültig welche berufliche oder gesellschaftliche Rolle sie ausfüllen.
Die Ratsuchenden werden angeregt, eigene Ressourcen zu entdecken und Lösungsideen für die anstehenden Fragen zu entwickeln.

Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal des Life-Cycle-Coaching von anderen Beratungsformaten ist die Betrachtung menschlichen Lebens und Arbeitens und aller damit im Zusammenhang stehenden Fragen und Probleme unter dem Aspekt der Endlichkeit menschlicher Existenz.

Aus dem Blickwinkel der Vergänglichkeit kann der Mensch zu neuen Ansichten und Bewertungen aktueller Probleme im privaten und beruflichen Kontext gelangen und zu Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens vordringen.

Drei Beispiele sollen diesen Ansatz verdeutlichen:

Beispiel 1:

Ein Paar streitet sich wegen liegengelassener Socken, ständi­ger Nörgelei, Mangel an Gemeinsamkeiten, nicht gelebter Sexualität etc. und scheint zu keiner Lösung zu kommen. Be­vor man die Frage stellt, ob die Partner als Paar noch eine gemeinsame Zukunft sähen, kann man darauf hinweisen, dass sie doch beide das gleiche Ziel hätten, nämlich 1,80 m° unter der Erde.

Dieser provokative Gedanke unterbricht i. d. R. die eingefah­renen Argumentationsmuster des Paares, bringt es zum Nach­denken über die wesentlichen Dinge des Lebens und häufig zur Neubewertung der anstehenden Probleme.

Beispiel 2:

Wenn ein Mensch Angst vor seinem Vorgesetzten hat, kann folgender Gedankengang helfen, das Selbstwertgefühl zu sta­bilisieren und gestärkt den Kontakt zu gestalten:

„Mein Vorgesetzter und ich sind Menschen.

Alle Menschen sind gleich: Jeder Mensch lebt nur einmal und jeder Mensch stirbt.

Wir Menschen unterscheiden uns im Wesentlichen im Ge­schlecht, hinsichtlich der finanziellen Ausstattung, der Macht­fülle und des sozialen Status.

Deshalb darf ich meinem Vorgesetzten als Mensch auf Au­genhöhe begegnen, ohne die beruflichen Rollen zu missach­ten!“

Selbstverständlich kann man diese Gedanken auch auf andere Menschen übertragen, vor denen man Angst hat.

Beispiel 3:

Bei Führungskräften, die kurz vor einem Burn-out stehen oder nach einem Burn-out beruflich wieder eingliedert werden, ist die Einbeziehung der Endlichkeit menschlichen Lebens unbe­dingt erforderlich, um nachhaltige Veränderungen in der Le­bensführung und den Erhalt der physischen und psychischen Gesundheit anzustoßen. Dabei hilft oft die Frage: „Was soll einmal auf Ihrem Grabstein stehen? Vielleicht: Er hat sich für die Firma zu Tode geschuftet! Oder: Er ist lebenssatt gestor­ben!“

Durch diese Frage werden Menschen innerlich aufgerüttelt und angestachelt, in ihrem Leben Kurskorrekturen einzuleiten.

° Vgl. https://bestatterweblog.de/wie-tief-wird-ein-sarg-bestattet (Stand: 01.12.2013). Je nach örtlichen Gegebenheiten beträgt die Bestattungstiefe für Särge 1,80 m bis 2,20 m.