In den mehr als 30 Jahren meiner Tätigkeit als Theologe, Führungskraft, Lebens- und Krisenbe­rater, Supervisor und Coach habe ich gelernt, dass es ganz wichtig ist, nicht nur zu wissen, was hilfreich und gut für andere ist, sondern auch herauszufinden, was ei­nem selbst hilft, den Anforderungen des Berufs und des Privatlebens gerecht zu werden und dabei psychisch und physisch gesund zu bleiben. Ich habe auch gelernt, dass es ein Trugschluss ist zu denken: je mehr ich arbeite, umso effektiver und erfolgreich bin ich. Im Gegenteil, umso schneller brenne ich aus und verliere mich selbst.


Meine (Lebens-) Zeit ist begrenzt und ein hohes Gut, genauso wie meine Gesund­heit. Die Zeit, die ich mir für mich selber nehmen kann und nehmen darf zum Ab­schalten, Auftanken, Nachdenken und zur Entscheidungsfindung, ist nicht mit Geld aufzuwiegen und im wahrsten Sinne des Wortes ein Lebens-Mittel, um an Leib und Seele gesund, im Beruf erfolgreich und im Privatleben glücklich zu werden und zu bleiben. Sich selbst ein kluger Coach sein zu können – das ist die Herausforderung!

Im Abstand von ca. drei Wochen veröffentliche ich in meinem Blog sieben Übungen und Texte, die mir selbst und vielen Menschen, die bei mir Rat suchten, geholfen haben, zu einem besseren inneren Stand zu kom­men, den Herausforderungen des Lebens und des Berufs mutig zu begegnen und die Lebensqualität zu verbessern.

Bei diesen Übungen handelt es sich um Körperwahrnehmungs- und Visualisierungsü­bungen, die Sie allein mit wenig Aufwand und damit auch kurzfristig und fast an al­len Orten durchführen können.


Teil 1: Ich bin, was ich bin, durch meinen Körper

Mein Körper ist mein Resonanzraum für Gedanken, Gefühle, Spannungen, Stress, Glücksge­fühle und Konflikte. Erst mein Körper macht es mir möglich, dass ich mich sinnlich wahrnehmen kann und von anderen wahrgenommen werde.

Zum Prozess der Selbstwerdung und zum Aufbau eines gesunden Selbstwertgefühls gehört als wesentliche Voraussetzung dazu, seinen Körper differenziert wahrzuneh­men, zu pflegen und zu akzeptieren. Sich selbst zu mögen und vielleicht seinen Körper wohlgefällig im Spiegel zu be­trachten, fällt manchen Menschen schwer. Besonders jene leiden stark unter ihrem Körper, die den in den Medien propagierten Idealformen und -maßen nicht entspre­chen oder die unaufhaltsamen  Alterungserscheinungen mit Vehemenz leug­nen.

Zu meinem Körper zu stehen, heißt zu mir selbst zu stehen, und ist ein wesentlicher Schritt zu mehr Selbstachtung und Selbstvertrauen. Körperliche Handicaps zu akzeptieren, braucht seine Zeit, ist aber unbedingt erfor­derlich für ein stabiles Selbstwertgefühl.

Mit der folgenden Übung bringen Sie Ihrem Körper Achtung und Respekt entgegen. Sie schärfen die ganzheitliche Wahrnehmung Ihres Körpers und fördern Ihre Selbst­achtung und Ihr Selbstbewusstsein.

Nebenbei gönnen Sie sich und Ihrem Körper noch Ruhe und Entspannung.

Für diese Übung benötigen Sie ca. 20 - 30 Min. Zeit.

Sorgen Sie dafür, dass Sie ungestört sind.

Besorgen Sie sich eine warme Unterlage! Legen Sie sich flach auf den Boden, schlagen Sie evtl. eine Decke über Ihre Beine und legen Sie sich ein kleines Kissen unter den Kopf.

Am 30. Januar 2022 geht es weiter mit Teil 2: Gepäck ablegen.

Über den Autor Reinhard Fukerider

Reinhard Fukerider, Jahrgang 1958, ist Gründer und Inhaber von Fukerider Coaching. Zu seinen Stärken gehören:
Gut zuhören, die richtigen Fragen stellen, komplexe Paar-, Gruppen- und organisationsdynamische Prozesse begleiten

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